Raffstoreanlagen
Raffstores (Einzahl: Raffstore, der) gehören zu den außenliegenden Sonnenschutzprodukten und sind mit der Jalousie eng verwandt. Ähnlich wie die Jalousie bestehen Raffstores aus den Komponenten:
*Lamellen (in der Regel aus rollgeformtem Aluminium, eloxiert oder pulverbeschichtet). Im Unterschied zu Jalousielamellen werden häufig gebördelte Lamellen und Sonderformen (z. B. Z-Form) verwendet. Auch sind die Raffstorelamellen breiter (Jalousien von 15 bis 50 mm, Raffstore von 60 bis 130 mm);
*Bändern, auch Schnüren oder Kordeln genannt. Hier gilt es zwischen den Leiterbändern (die für das Tragen, Abstand halten und Wenden der Lamellen verwendet werden) und dem Aufzugsband (zum Hoch - bzw. Herunterlassen der Lamellen) zu unterscheiden;
*Oberschiene (standardmäßig aus stranggepresstem Aluminium), zur Befestigung mittels Haltebügeln, sowie zur Aufnahme der Antriebselemente und Kraftübertragungskomponenten;
*Unterschiene, ebenfalls aus stranggepresstem Aluminium, eloxiert oder pulverbeschichtet
Antrieb: Im Unterschied zur Jalousie sind bei dem Raffstore nur Kurbel- und Motorantrieb gebräuchlich. Da Raffstores höheren Belastungen durch Wind und Wetter ausgesetzt ist als Jalousien, sind sie gängiger Weise schienen- oder seilgeführt. Raffstores sind normalerweise bis zu einer Windgeschwindigkeit von maximal 17,4 m/s (entspricht Windstärke 7 nach Beaufort) ausfahrbar. Neuentwicklungen können teilweise Windböen von bis zu 25 m/s (Windstärke 10 nach Beaufort) ausgefahren standhalten. Zum Schutz werden sie bei stärkerer Windbelastung automatisch eingefahren (Windwächter). Häufig werden mehrere Behänge über eine Welle gekoppelt. So kann zum einen ein gleichmäßiges Ab- und Auffahren gewährleistet werden, zum anderen werden Antriebe eingespart.